... oder warum die Seychellen so schön sind.


März 2010, drei Wochen, Fotos von Paul und mir.

Gleich zu Beginn eine Grafik mit ungefährem Größen- und Distanzvergleich. Als Vergleichsobjekt – wie könnte es anders sein – muss unser "Ländle" herhalten. Bei unserem dreiwöchigen Inselhüpfen besuchten wir zuerst die Hauptinsel Mahé.

Hier hatten wir für Rund 8 Tage ein Bungalow bei Anse Takamaka View gemietet. Preis-Leistungsverhältnis war top: Wir hatten das ganze Häuschen für uns, einen wundervollen Ausblick und freundlich schnatternde Geckos als Nachbarn. Ein aufgeregtes Empfangskomitee von 4 Hunden stand bei jeder Ankunft bereit, um uns zu begrüßen. Ganz in der Nähe gibt es das Restaurant "Le Reduit", das den weltbesten Tomaten-Zitronen-Avocado Salat mit Knoblauchbrot anbietet. Hach, Köche sollte man als Souvenir mitnehmen können. Mehrfach haben wir daheim versucht, ihn zuzubereiten, aber ganz an das Original kamen wir nie ran. Jaja, die geheime Zutat :) vermutlich fehlt uns der Water Apple.

 

Das Klima machte uns am Anfang schon ganz schön zu schaffen. Drückende Schwüle, vor der man selbst im Schatten nicht sicher ist. Daher beschlossen wir, den ersten Tag am Strand Anse Independence im (bei einer Wassertemperatur von 30 Grad doch nicht so) kühlen Nass zu verbringen und uns mit Maracuja, Guaven und Minibananen vollzustopfen. Schön blöd, wir haben dann auch gleich einen Sonnenbrand ausgefasst.




 Wie man auf den Fotos erkennen kann, war die Brandung abenteuerlich. Die im Sand außerordentlich gut getarnten Krabben konnte man fast nur aus dem Augenwinkel an ihrer Bewegung erkennen.

Später fuhren wir erstmals zum Schnorcheln zur Anse Royal - Siehe Strandbild links. Mehr Leute haben wir an keinem Strand mehr vorgefunden. Anse Royal ist wirklich das Rimini der Seychellen :) Im Reiseführer war dieser Ort als einer der schönsten zum Schnorcheln beschrieben. Ich war auch begeistert von den Tintenfischchen, Picasso-Drückerfischen, Flötenfischen etc., aber rückblickend war die Anse Takamaka viel schöner zum Schnorcheln!

Von den Tauchgängen des Urlaubs haben wir leider keine Fotos – unsere Kamera mit Schutzbeutel ist leider nur bis 10 Meter dicht. Dafür blieb uns mehr Zeit, die Haie, Adler-, Stachelrochen und Meeresschildkröten zu beobachten. Ein unglaubliches Erlebnis, Fische in ihrem Element zu erleben. Riesige Napoleonfische und neugierige Fledermausfische, Moränen und Kraken sowie etliche andere kleinere Fischlein und große Füsilier-Schwärme galt es auch zu bewundern. Nachdem es sich um die ersten Meerestauchgänge handelte, war es aber ganz gut, nicht alles durch einen Knippskasten zu erleben. Bei den Wassertemperaturen von ca. 29 Grad konnte man wunderbar eine Stunde lang tauchen. Kaum vergleichbar mit unseren ersten Freiwassertauchgängen im Februar im Bodensee! Ob ich mich nach dem Kennenlernen dieser angenehmen Tauchbedingungen wohl jemals wieder in einen Trockentauchanzug stecken lasse, bleibt abzuwarten. Auf Mahé waren wir mit Dive Resort Seychelles, auf Praslin mit den WhiteTip Divers unterwegs. Beide Tauchschulen sind von meinem Standpunkt als Anfänger sehr empfehlenswert.
 
 



 
Nach dem Tauchen war ich immer ziemlich erschöpft, weswegen wir danach oft in unserer Unterkunft blieben. Beim Herumwandern stellte ich erstaunt fest, dass Papaya und Karambolen im Garten unseres Bungalows wuchsen. Tatsächlich gab es in den kleinen Lebensmittelläden (die übrigens meist von scheinbar geschäftstüchtiger(en) Indern geführt wurden) kaum Früchte zu kaufen, weil die wohl im Garten jedes Seychellois zu finden sind und auch wild nicht schlecht gedeihen.

Die Tauchmüdigkeit überwunden unternahmen wir eine kurze Wanderung (Copolia Walk) auf ein tolles Aussichtsplateau mit Glacis Felsen und wild wachsenden karnivoren Kannenpflanzen. Da schlägt jedes Botanikerherz höher. Der Weg war gut ausgeschildert, doch auf den letzten 50 Metern verzettelten wir uns wieder einmal, sodaß wir uns vor steilen Felsen mitten im Dickicht umzingelt von einer Palmspinne wieder fanden. Paul unternahm (wieder einmal) ganz nach dem Motto "mit dem Kopf durch die Wand" trotz Bedenken meinerseits den mühsamen Kletter-Aufstieg. Ich schlenderte kurze Zeit später über den Normalweg auf das Plateau. Auf dem Weg steht übrigens auch Zitronengras in adretten Büschelchen herum.

Daheim angekommen fand der Tag mit der allabendlichen Flughundshow, einem tollen Sonnenuntergang und Avocadosalat seinen Ausklang. "Le Reduit" bietet übrigens auch Fruit Bat Curry an, was dem Preis nach aber kein lokales Arme-Leute-Essen ist. Nachdem wir die putzigen Viecher aber schon von Nahem kennengelernt haben, hatte ich aber doch etwas Skrupel, das aus reiner kulinarischer Neugier zu bestellen. Man is(s)t manchmal doch nicht so hart gesotten, wie man denkt.

Ich beschloss, anderweitig Jagd auf die Hundchen zu machen. So stand ich stundenlang auf der Terrasse des Bungalows in meinem Hochsitz versteckt, um wenigstens ein paar brauchbare Aufnahmen der Früchteräuber zu erhalten. Das Ergebnis war verglichen mit dem Aufwand ziemlich ernüchternd :) Eine super Überraschung waren hingegen die Geckos, die ich beim Herunterlassen der Bambus-Sonnenschutzmatte aus ihren Träumen schüttelte. Nur putzig.

Das Wetter war in den ersten Tagen durchwachsen. Bewölkt, regnerisch, aber immer schwül. Wenn man gewohnt ist, dass Regen Abkühlung bedeutet wird man etwas enttäuscht sein. Zumindest hat man dann Hoffnung auf einen spektakulären Sonnenuntergang.




Nachdem das Wetter nicht kühler werden wollte, machten wir eine Wanderung auf den Morne Blanc durch den dortigen Nebelwald. Beinahe wären wir dabei in das Netz eines Palmenspinnenweibchens gerannt. Wie groß denn das Männchen dieser Art ist, fragt ihr euch? :) Wir werden sehen. Die größten sahen übrigens in der Hauptstadt  Victoria, direkt beim Markt.

Der Dschungel ist vor allem auf den letzten Aufstiegsmetern atemberaubend schön und wenn man Glück hat, entdeckt man kleine endemische Mini-Orchideen. Den importierten Zimtbaum (Zeile 2, 3. Bild) gibt es leider so zahlreich, dass er fast schon eine Plage ist. Die einheimische Bevölkerung verwendet übrigens die Blätter des Zimtbaums zum Kochen. Bei uns wird die Rinde verwendet, weil die Blätter nicht für längere Zeit haltbar sind.

Die ersten Bilder vom Schnorcheln (siehe unten) stammen von der Anse Takamaka. Sogar einen Rotfeuerfisch konnten wir auf dem Grund ausmachen. Kofferfische sind auch sehr niedlich, mit ihren kleinen Flossen und dem eckigen Körper. Kleine beschränkt manövrierfähige Maschinchen, so scheint es auf erstem Blick.

 
 


Oben: Kolibris, Geckos und eine Palmenspinnendame mit Männchen (das Kleine). Wie ein Guide sagte: "Er ist zwar klein, aber er hat eine wichtige Aufgabe!".
Unten: Wanderung zur Anse Mayor im Norden von Mahé. Hier haben wir unsere ersten Felsenhüpfer entdeckt.




 Nach einem guten Frühstück im Les Dauphin Heureux besuchten wir den Jardin du Roi und bekamen einen Überblick darüber, was zu Kolonialzeiten kultiviert wurde. Jack Fruit, Kakao, Vanille, diverse Orchideenarten, Pomelo, Stachelannone, Zimt. Außerdem steht dort ein wirklich riesiger Bambus!

 
Nach den wundervoll erlebnisreichen Tagen auf der Hauptinsel Mahé wechselten wir per Binnenflug und Schiffsfahrt auf die Insel La Digue, deren Strände Weltruhm genießen sollen. Hier gönnten wir uns das Domaine de l'Orangeraie als Unterkunft. Mit wahnsinnig viel Liebe zum Detail ist der Service und die Ausstattung der Anlage wirklich top, wenn auch nicht erschwinglich. Man könnte sich wirklich an das Himmelbett und die nächtliche Betthupferl-Süssigkeit gewöhnen. Zum Transport der Gäste des Hotels stehen kleine Elektroautos inklusive Chauffeur bereit. Der Weg zur Rezeption war nicht sonderlich weit, uns als alte Wandersleut kam das Kutschiert-werden daher etwas dekadent vor. Man denkt sich noch "na immerhin sind's Elektroautos" und im nächsten Moment überlegt man, wo sie die umweltverträgliche Photovoltaik-Anlage wohl versteckt haben und kommt dann doch zum Ergebnis, dass vermutlich ein Dieselgenerator die Energie liefert. So steht man dann gedanklich gesenkten Hauptes vor dem Klimaerwärmungsgott.

Im Service waren wieder auffallend viel Inder mit ihrer asiatischen Höflichkeit anzutreffen. Einheimisches Personal erledigt nach unseren Erfahrungen den Service eher "auf Augenhöhe" mit viel Gelassenheit.




 Die Insel ist ca. 5 km² groß und sehr gemütlich, was wohl am fehlenden Verkehrslärm liegt, denn hier bewegt man sich hauptsächlich mit Rad oder Ochsenkarren von A nach B. Bei Nacht sollte man allerdings eine Stirnlampe dabei haben - die Straßenbeleuchtung ist nur spärlich vorhanden.

Ein wertvoller Tipp für La Digue (und später Cousin Island) ist, sich mit reichlich Insektenspray einzunebeln. Vor allem in feuchten Süßwassergebieten und Flußmündungen am Strand tummeln sich die lästigen Plagegeister.

Der erste Strand auf unserer Liste war Anse Source D'Argent. Nomen est Omen, wenn man an die zahlreichen Werbefilme über Karibik-Spirituosen bis Kokosnaschereien denkt, die hier gedreht wurden. Durch ein vorgelagertes Riff findet man ruhigen Seegang vor, zum Schnorcheln soll es allerdings jenseits des Riffs interessanter sein. Einige Baby-Moränen haben wir beim Durchwaten der seichten Lagunen dennoch entdeckt.

Zum Schnorcheln empfiehlt sich der winzige Anse Patates im Norden der Insel (siehe Unterwasserfotos). Zu sehen gab es Adlerrochen, Moorish Idol, Asiatische Süßlippe, diverse Doktorfische (gut an der Bestückung mit kleinen Skalpellen erkennbar), Papageienfische und vieles mehr. Erstaunt haben wir gelesen, dass der feine Korallensandstrand zu einem Großteil aus dem Hinterteil der Papageienfische stammt, die mit ihren kräftigen schnabelartigen Mundwerkzeugen Korallen zerkleinern.

An einem Abend überraschte uns eine richtig fette Spinne beim Abendessen auf dem Balkon. Ich mutmaße, dass es sich um eine Giant Huntsman Spider bzw. zumindest eine Unterart der Riesenkrabbenspinnen handelt. Zum Glück sind die Dinger nachtaktiv und auch dann nicht unbedingt agil. Das Exemplar auf dem Foto war ca. 16 cm lang. In Laos soll es 30 cm große Exemplare geben. Vogelspinnen kann man dagegen ja fast als niedlich bezeichnen. Von meiner Angst vor (kleineren) Spinnen geheilt ließ ich mich sogar dazu überreden, meine Hand zum Größenvergleich neben ein kleines Exemplar in unserem Freiluft-Bad zu legen. Größe ist eben relativ.

Weitere Fotos: Madagaskarweber Männchen, Wespe am Teakholz, Tausendfüßer.

Für die Strände im Osten der Insel wurde ein ganzer Tag reserviert: Grand Anse, Petite Anse, Anse Cocos - die absolut sehenswertesten (und einsamsten) Strände des Urlaubs.

Wieder sahen wir Felsenhüpfer, diesmal richtig viele große Exemplare. Die Rückenflosse mancher Felsenhüpfer war wie eine Art Kamm ausgebildet und konnte aufgestellt werden, um so im Bedarfsfall Artgenossen einzuschüchtern.

Paul wagte dann (von mir schon verspottet) das Experiment, eine Kokosnuss mit bloßen Händen zu öffnen. 20 Minuten hat es gedauert, aber Beharrlichkeit führt zum Ziel und ich ließ den Spott kleinlaut verstummen. :)

Immer wieder trifft man im Wald auf Ruinen alter Gebäude, vermutlich verlassene Plantagenbauten – ein dankbares Fotomotiv. Zeitweise trifft man auch recht zutrauliche Skinke an, die Menschen anknabbern und sich über Keksfüllungen hermachen, wenn man nicht aufpasst.
 






Auf dem Rückweg trauten wir unseren Augen kaum. Da saß ein Seychellen-Paradiesfliegenschnäpper unweit vor uns im Geäst. Dieser Vogel ist nur mehr auf La Digue heimisch und die Population umfasst nur einige hundert Tiere.
 

 
 
 Man glaubt gar nicht, wie schnell man sich im Dickicht verlaufen kann. Plötzlich vermutet man Wege und Trampelpfade dort, wo nichts mehr weiter führt, und verfranst sich ordentlich. Die Wege werden klimabedingt von den Pflanzen in kürzester Zeit wieder zurückerobert, was das Pfadfinden nicht einfacher gestaltet.



 Oben: abends unweit vom Hotel, Ausblick auf die Insel Praslin. Das Sonnenuntergangsfoto ist weitgehend unbearbeitet – es sah wirklich so aus! Manchmal konnte man Rochen beobachten, wie sie sehr nah an die Wasseroberfläche kamen. Noch seltener sah man sie ganz aus dem Wasser springen, was ein wirklich kurioser Anblick war.


Links und unten: Wanderung auf den Nid d'Aigle mit anschließender Erfrischung in der Bellevue Snack Bar. Riesennacktschneckenbesichtigung inbegriffen.


 


Wieder Fotos vom Anse Source d'Argent mit seinen schön gefurchten Granitfelsen, diesmal abends.
Mit den Gezeiten muss man aufpassen, sonst fällt der Rückweg mitunter unerwartet nass aus.



 


Nach fünf schönen Tagen auf La Digue setzten wir mit dem Schiff auf Praslin über. Während der Fahrt standen wir schon aufgeregt an der Reling und spähten aufs Meer hinaus. Tatsächlich schoss ein ganzer Schwarm von aufgescheuchten fliegenden Fischen aus dem Wasser, um vor dem Schiff zu flüchten. Ich wusste gar nicht, dass sie in der Lage sind, auf diese Weise bis zu 50 Meter zu gleiten.

Auf Praslin angekommen quartierten wir uns im Coco de Mer ein. Auf dem Gelände standen riesig große Mangobäume mit reichlich Früchten. Gleich machten wir uns auf, den Strand um das Hotel zu erschnorcheln. Leider war stellenweise sehr viel Seegras, an dem man mit dem Bauch streifte. Mich kostete das Schnorcheln daher regelrechte Überwindung.

Der Vallée de Mai Nationalpark (siehe sämtliche Dschungelfotos unten) sollte man auf Praslin unbedingt besucht haben. Neben den riesigen endemischen Coco de Mer Palmen kommt man sich ganz klein vor und es fällt einem nicht schwer sich vorzustellen, dass gleich ein Dinosaurier um die Ecke biegt. Die riesigen bis zu 25 Meter hohen Palmen produzieren auch die größte Nuss der Welt, die gute 7 Jahre zur Entwicklung braucht und bis zu 22 Kilo wiegt. Einzelne Fächerblätter der Palme könnten als Dach kleiner Hütten benutzt werden.



 Da die Seychellen erst spät entdeckt wurden, wusste man lange nicht, welcher Pflanze die angespülten Nüsse zugeordnet werden sollen. Anatomisch auffallend ähnlich zu menschlichen Körperteilen ist die Form der Nüsse und der Pollenstengel. Kein Wunder also, dass da einiges an Seemannsgarn entstanden ist.

Aber auch die Fauna des Vallée de Mai ist sehenswert. Hier kann man den Schwarzen Seychellen Papagei bei seinen Turnübungen zwischen dem Geäst beobachten - wie der Paradiesfliegenschnäpper ist auch er vom Aussterben bedroht. 
Die etwas größeren Bronze Geckos sind wie die grünen Taggeckos relativ gut getarnt.


Allabendlich spielten sich bei den Flughunden wahre Dramen ab. Es wurde umhergeflattert und in den Mangobäumen gezetert und geschrien und heftigst um deren Früchte gestritten. Wenn zwei sich streiten, wird der Dritte erschlagen, sollte es heißen. Denn im Eifer des Gefechts ließen die Flughunde ihre begehrte Mahlzeit schon mal zu Boden sausen, wo unsereins hastig herum lief, um nicht von ebendieser getroffen zu werden.

 
Bild vom Flughund links: Aus der Froschperspektive schauen sie ja manchmal wie kleine mit Bomben bestückte Flugzeuge aus. Bomben anderer Art ließen sie dann auch fallen, zielsicher mitten in den Pool, wenn sie um ihren Mangobaum kreisten.

Das Tauchen im passgenauen Shorty ist auch eine wahre Freude. Foto vom Tauchspot Booby Rock.

Im Pavillon des Hotels lässt sich der Sonnenuntergang in Richtung Cousine Island angenehm erleben und fotografieren - ein Fixpunkt an jedem Abend. Wie immer waren Sonnenuntergänge bewölkter Tage die Schönsten.








 Am letzten Tag unseres Urlaubs wartete noch ein Riesenprogramm auf uns. Per Boot wurden wir nach Cousin Island gebracht, das von Bird Life International zur Wiederaufforstung der heimischen Vegetation und Wiedereinführen diverser Vogelarten und Schutz vor dem Aussterben gekauft wurde. Antimückenspray hatten wir vergessen, so mussten wir von anderen freundlichen Touristen "schnorren". Dort wurden wir dann von einem Guide herumgeführt. Dieser erklärte gleich anschaulich, warum man Schneckenhäuser nicht vom Boden aufheben oder gar mitnehmen sollen. Der wunderschöne weiße Vogel mit spitzem Schnabel (oben) ist eine Feenseeschwalbe. Das Küken daneben ist (noch) ein unfertiges aber putziges hässliches Entlein.

Der Vogel mit der langen Schwanzfeder ist ein Weißschwanz-Tropikvogel. Auch sein Küken präsentiert sich in zerrupftem Federkleid. Die Population des Seychellendajal (engl. Magpie Robin, schwarz-weiß gefärbt) war bis auf 22 Exemplare weltweit geschrumpft und wurde bis jetzt erfolgreich vor dem Aussterben gerettet.

Nächster Halt unseres Inselhüpfens war die Insel Curieuse. In einer Lagune konnten wir kleinere Haie auf Fischjagd beobachten, ab und zu kreuzten auch frei lebende (und mehr oder weniger freundlich gesinnte) Riesenschildkröten unseren Weg.

 
Zum Abschluss wurden wir auf die Mini-Insel St. Pierre gebracht, die praktisch den Prototyp der Insel darstellte, auf der man üblicherweise in Zeichentrickserien Schiffbruch erleidet. Da die Fische hier von den Touristen bzw. Bootsführern angefüttert werden, schwamm man als Schnorchler zeitweise mitten im Schwarm der Fische herum.


 Selten bekam man richtige Kaliber von Papageienfische zu Gesicht, Moränen, verschiedenste Falterfische, Doktorfische, Kofferfische, darunter ein "Thornback cowfish", der einen etwas grimmigen Eindruck machte, aber durch die Winzigkeit und die kleinen Hörnchen und kaum sichtbaren Flossen auch ungewollt süß, und vieles mehr.
Alles in allem lernte ich die Seychellen auf weitaus vielseitigere Weise kennen, als ihr Ruf als bloßes Luxusbadereiseziel vermuten lässt. Unterkünfte gibt es in allen Preiskategorien und wenn man nicht auf sein Steak besteht, ist das Essengehen auch nicht teuer. Wer sich für Herumwandern, Tauchen, Schnorcheln, kreolisches Leben und Essen und fremde Tier- und Pflanzenwelten begeistern kann, verbringt hier sicher einen wunderschönen Urlaub. Mir gefiel diese Mischung wirklich sehr gut.

Linksammlung:
Anse Takamaka View

Les Dauphins Heureux
Le Reduit Lage | Beschr.


La Domaine de L'Orangeraie
Coco de Mer
Dive Resort Seychelles
WhiteTip Divers

Bücher:
Wildlife of the Seychelles





Seychellen
Seychellen Landkarte
 


Unterkunft auf Mahé. Bungalows zu Top
Preis-Leistungsverhältnis.
Gut frühstücken.
Gaumenfreuden für den Abend. Chez Batista mag Blick zum Strand haben. Besseres (und preiswerteres) Essen hat
definitiv Le Reduit.
Unterkunft auf La Digue.
Unterkunft auf Praslin.
Tauchschule auf Mahé.
Tauchschule auf Praslin. 


Interessant zum Nachschlagen und zur Info vorab. Zur gemütlichen Fischbestimmung nach dem Tauchen wäre ein zusätzliches Buch über Fische des Indischen Ozeans gut. Wir hatten vermutlich eine ältere Ausgabe dieses Buches dabei: Riff-Führer Indischer Ozean. Die Tauchschulen haben aber oft selbst Bücher zum Durchblättern aufliegen.
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