Ticket to Britain


Nachdem ich mit Freunden bereits einmal in London war (zur Weihnachtszeit - auch ganz hübsch mit der schönen Weihnachtsbeleuchtung, aber auch sehr viel los auf den Straßen...), brachte ich die besten Voraussetzungen mit, meiner Mam möglichst viel in der gegebenen Zeit zu zeigen.


Tag 1
 
Ankunft, Hotelinspektion: Caring Hotel
 
Mit 88 Pfund pro Zimmer/Übernachtung war das Hotel ein richtiges Schnäppchen. Es liegt in einer ruhigen Gegend in der Nähe des Hyde Parks und der Kensington Gardens und ist dazu noch relativ einfach mit U-Bahn erreichbar (inkl. ca 5 min Fußmarsch). Die Innenausstattung ist einfach, aber sauber. Das inkludierte Frühstücksbuffet ist angemessen und das Personal sehr nett.
 
Das Frühstück ist um 7:30, was für Frühaufsteher, die es kaum erwarten können, die Stadt zu erkunden, doch schon relativ spät ist. Wir hatten vergessen, unsere Uhren auf die lokale Zeit anzupassen, weswegen wir am zweiten Tag prompt eine Stunde früher aufstanden. Die Zeit bis zum Frühstück verbrachten wir kurzerhand mit einem schönen Spaziergang im Kensington Garden. Wenn Warten nur immer so erfreulich wäre!
 
Jedenfalls sind wir nach dem Abladen des Gepäcks gleich in Richtung Westminster, Houses of Parliament losgezogen. Der mittägliche Hunger wurde im Vorbeigehen mit einem Hot-Dog gestillt.
 
Es empfiehlt sich übrigens, das London Eye gegen Abend zu besuchen, untertags findet man eine Warteschlange vor, die so lang ist, als würde man für die Fahrt bezahlt. So marschierten wir dann zum Trafalgar Square und besuchten die National Gallery, in der man unter anderem die Sonnenblumen von Van Gogh sehen kann. Vermeer, Tizian, da Vinci, Rubens, Rembrandt sollen auch kurz erwähnt sein.
 
Dass viele Museen für Jedermann gratis zugänglich sind - war auch schon in Neuseeland (Te Papa Museum) so - finde ich spitze. Die am Trafalgar Square aufgestellten Klappstühle verbreiteten schon beim Ansehen gute Laune. 
 
Das letzte Bild des Tages hat mir übrigens ein Pläuschchen mit zwei Polizisten beschert. Waren aber eh ganz freundlich - "very british" eben?
 
 



 

Tag 2
 
Nach dem Frühstück wanderten wir nach Notting Hill, haben uns die hübschen bunten Häuser an der Portobello Road angesehen und uns beim Blick in den Fremdenführer geärgert dass zwei Wochen später der Notting Hill Karneval stattfinden sollte... London ist am Morgen recht verschlafen, die meisten Museen und Sehenswürdigkeiten öffnen ihre Tore erst um 09:30, wenn nicht später. Also musste ich meine Früh-Aufstehen-Alles-Sehen Taktik wohl oder übel verwerfen und umdisponieren.
 
Weiter gings zu Mme Tussauds - eigentlich der pure Wahnsinn: Man zahlt 25 Pfund, wartet 2 Stunden in der Schlange, und hat dann nur noch das Bedürfnis, alles möglichst schnell hinter sich zu bringen, denn die Wachsfiguren werden sowieso von einer Traube Menschen belagert, die alle immer schon mal ein Foto von sich neben XY haben wollen und sich wie Kindergartenkinder ohne beaufsichtigende Tante benehmen. Wer London im Sommer besucht, kann sich die State Rooms im Buckingham Palace ansehen, da die Queen dann frei nach dem Motto "same procedure as every year" in Schottland weilt. Man mag sagen, das sind doch "nur" schön dekorierte Räume - uns gefiel es und mit Audio Kommentar erhält man auch etwas Hintergrundinfo. Eine temporäre Ausstellung über die Queen, ihre Kleider und Commonwealth gab es als Bonus dazu.
 
Ortswechsel: Covent Garden - entspannt schöne, dekorative Dinge ansehen und kaufen, allerdings: Wer Nützliches sucht ist im Baumarkt wohl besser aufgehoben. Einen ganz witzigen Laden haben wir gefunden: david & goliath T-shirts mit netten Aufdrucken wie:
come to the dark side we have cookies
peas on earth
 
Abendgestaltung: Picadilly Circus, gemütlich was trinken gehen.

 
Tag 3

Um noch einmal einen Überblick über die ganze Stadt zu bekommen, haben wir eine "Hopp on/off" Big Bus Tour gebucht. Im Bus gab's interessante Infos über das große Feuer von London etc., allerdings hatten die Kopfhöreranschlüsse einen Wackelkontakt - quite annoying, that is!
 
Der London Tower hatte gerade eine Ausstellung über Henry VIII, so war es um so mehr Anreiz, hier den ersten Stop einzulegen. Auch hier ärgerten wir uns mit einem entnervenden kleinen nicht gänzlich durchdachten Audiogerät herum. Die Kommentare selbst fand ich allerdings spannend.
 
 

 
Nach dem Besuch des "Monument" haben wir den letzten Einlass in die St. Pauls Cathedral verpasst - die nehmen das scheinbar wirklich sehr genau, denn wir bogen praktisch bei Glockenschlag um die Ecke. So beschlossen wir, uns mit einem Subway Brötchen in der Hand in den Park zu setzen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages zu würdigen.

Mit dem Bus ging es dann wieder heimwärts. Im Vorbeifahren erhaschte man noch kurz einen Blick auf den Lambeth Palace - dem Sitz des Erzbischofs von Canterbury. Eine Abschlussrunde um den Buckingham Palace versteht sich von selbst und weiter geht es in die nobelste Wohngegend Londons, Belgravia/Eaton Square, früher angeblich wegen der unmittelbaren Nähe zum Buckingham Palace bevorzugte Wohngegend des Adels. In der Nähe vom Covent Garden setzten wir uns dann am Abend in ein Pub, und bestellten uns stilecht ein Pint Guinness.




Tag 4
 
Am nächsten Tag holten wir die Besichtigung der St. Pauls Cathedral nach. Von ganz oben hat man einen schönen Ausblick über London, die Kuppel innen ist beeindruckend und in der Krypta läuft man an Gräbern von Admiral Nelson, Alexander Fleming und anderen (mir leider weniger) namhaften Sirs und Lords vorbei.
 
Wieder zu wenig Zeit blieb für das British Museum. Dem Durchhaltevermögen sind am Tag 4 auch natürliche Grenzen gesetzt.  Am frühen Abend spazierten wir dann über die Millenium Bridge zur Tate Modern, die in einem alten Kraftwerk untergebracht ist - ein phänomenales Gebäude. Dort sind wir dann noch über Hermann Nietsch und den Wiener Aktionismus gestolpert. Na, da fühlt man sich doch gleich wie daheim.
 
 

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